LEHMEXPRESS 2012 Gruppe 2 für
Architekten, Handwerker und interessierte Laien
Projektbeginn:
Montag 19. März bis Freitag den 30ten.
März 2012
Diesjährige
Studien- und Arbeitsbereiche:
Fertigstellung des Tadelaktraumes
im Erdgeschoss der Kasbah mit Kalkputzen, Kalkanstriche,
Tadelaktpflege und Fußboden.
Künstlerische Wandgestaltung mit Lehm, Kalk
und Naturfarben im neuen Anbau auf der Ostseite
der Kasbah.
Bau einer Sitzskulptur aus Lehm.
Reperaturen am Bestand.
Sinn und Zweck der Arbeit:
Vertiefung
des Wissens.
Auseinandersetzung mit den verschiedenen Materialien.
Planung von Objekten und Arbeitsprozessen innerhalb
einer Gruppe.
Zusammenarbeit.
Austausch von Informationen.
Gemeinsam Strategien für die Zukunft entwickeln.
Daraus ergeben sich folgende Aufgabenstellungen
für euch:
Kalk- und Lehmresauration
kreative Wandgestaltung mit Lehm, Kalk und Farben.
Aufbau von Skulpturen.
Friede und Freude in unser Leben bringen.
Besichtigung der Lehmstätte Ait Ben Haddou,
Agdz und Kasbah Caid Ali und die dazugehörige
Ksar.
Der
LEHMEXPRESS bietet Architekten, Bau- Ingenieuren,
Handwerkern sowie interessierten Laien ein praktisches
Studium der marokkanischen Lehmarchitektur.
Im
Rahmen der privaten Hilfsorganisation LEHMEXPRESS
findet auch im Frühjahr des Jahres 2012
wieder ein Hilfsprojekt in Marokko statt. Unser
Arbeitsplatz ist die Kasbah Caid Ali al Jadida
in Agdz (960 m).
Agdz
Diese Stadt Agdz mit 3800 Einwohnern erreicht
man von Ouarzazate über den 1660m hohen
Pass Tizi n`Tinififft am Djebel Tifernine. Dort
beginnt die Steinwüste des Jbel Saghro
die sich östlich bis zum Qued-Ziz ausdehnt.
Im Westen liegt der Anti-Atlas. Das Draa- Tal
bildet die Trennungslinie. Agdz liegt in einer
wüstenhaften Ebene am Fuß der Djebel
Kissane (1531m) direkt an der Qued-Draa. Es
ist eingebettet in eine riesige Oase mit Dattelpalmen
und wunderschönen Gärten. Im östlichen
Teil der Stadt befindet sich die Kasbah Caid
Ali al Jadida (circa 150 Jahre) der Familie
Aid el Caid. Hinter der Kasbah befindet sich
eine halb zerfallene Ksar circa 250 Jahre, mit
der älteren Kasbah Caid Ali (circa 300
Jahre alt), die in den letzten Jahren komplett
saniert wurde.
In den Tälern des Ziz, Dades und der Draa
hat sich eine eigene Architektur- und Siedlungsform
gebildet. Traditionell gibt es dort zwei Formen.
Das
Ksar
Die ältere Form ist das Ksar. Dies ist
eine wehrhafte Stadt, mit Stadtmauern und Wehrtürmen
die bis zu 1000 Menschen Lebens- und Wohnraum
bietet. Die Ksar Asslim liegt unmittelbar neben
der Kasbah Caid Ali. Sie ist fast vollständig
entwohnt und eine Besichtigung ist möglich.
In ihr kann man die Miniksar, das einzelne Haus
innerhalb der Ksar, besichtigen und die in einer
Stadt befindlichen Höfe und Gassen.
Die
Kasbah (Tighremt, Tirhermt, Tiguemmi; Plural
Tigermatin)
Die zweite Form ist die Kasbah. Es sind Sippenburgen
in denen Großfamilien leben. Sie bieten
bis zu 80 Personen Platz zum Leben und arbeiten.
Die vorherrschenden Baumaterialien sind Lehm
und das Holz der Dattelpalme. Häufig hat
sich um eine Kasbah eine Ksar gebildet, sodass
die Kasbah inmitten einer solchen Stadt steht.
Auch gibt es Städte die nur aus Kasbah's
bestehen (Ait Ben Haddou). Das Alter dieser
Städte und Burgen ist schwer zu bestimmen.
Angaben sind häufig sehr unterschiedlich,
doch ist zu sagen, dass die Architekturform
bis in die Anfänge der Besiedlung zurück
reicht.
Unsere
Möglichkeiten
Wir haben die Möglichkeit die Architektur
und Lebensformen der Berber in der heutigen
Zeit zu studieren und zu erleben, und der Sippe
des Caid beim Erhalt und der Umnutzung Ihrer
Architektur zu helfen.
Zustand
Die Kasbah Asslim ist im Ostteil seit 2005 nicht
mehr sanierungsbedürftig, Die statischen
Mängel sind behoben. Der Westteil ist statisch
sicher und wird auf einer Ebene als Museum und
Bibliothek genutzt. Die Familie und der LEHMEXPRESS
arbeiten gemeinsam, aber zeitlich unabhängig,
an dem Erhalt der Kasbah.
Ziel
Der Erhalt der Kasbah Asslim. Nutzungsänderung
der ehemaligen Gäste- Kasbah in ein Besuchermuseum.
Die
Familie
In der Kasbah lebt der Sippenvater Sidi Ahmed
mit seiner Frau Fatima und zwei seiner Söhne
Hassan und Aziz mit deren Familien. Die Söhne
verwalten den angegliederten Camping- und Caravanplatz.
Insgesamt hat Sidi fünf Söhne und
zwei Töchter.
Organisatorisches
Das Frühjahrsprojekt beginnt am Montag
19.März und endet am Freitag den 30ten.April.2012.
Treffpunkt ist die Kasbah Caid Ali al Jadida
in Asslim.
Bitte spätestens Samstagsabend eintreffen,
damit wir den Sonntag als Begrüßungstag
haben. Dann können wir in Ruhe das Gelände
besichtigen und den Arbeitsplatz inspizieren
um Montag dann in Ruhe mit den Arbeiten zu beginnen.
Kosten
Die Kosten für diese Zeit für Unterkunft,
Verpflegung, Ausbildung und Betreuung betragen
470€.
Im Preis enthalten sind alle anfallenden Kosten
für die Zeit dort in Asslim. Inklusive
die Reisen in die oben ausgeschriebenen Orte.
Ihr braucht noch Taschengeld und die Kosten
für die Anreise.
Flug
und Anreise
Der Flug mit Royal- Air Maroc, das ist ein Umsteigerflug
über Casablanca nach Ouarzazate, und kostet
zirka 330€ bis 500€.
Die
Ryanair fliegt für circa 180€ nach
Marakesch. Von dort geht es mit dem Bus nach
Agdz. Circa 7 Stunden.
Ich biete jedem, der es möchte, meine Hilfe
an. Ich arbeite seit 13 Jahren mit einem Reisebüro
zusammen. Ich leite alles in die Wege und ihr
bezahlt direkt an das Büro.
Überweist
den Geldbetrag auf das Konto der Westerwald
Bank eG, Flammersfeld, DINDUM Kulturkomunikation
e.V.
Konto- Nr.: 0074181813
BLZ: 57391800
Unbedingt den Verwendungszweck: LEHMEXPRESS
2012/Gruppe2 angeben!
Die internationale Bankverbindung lautet:
IBAN: DE90 5739 1800 0074 1818 13
BIC: GENODE51WW1
Unterkunft
Untergebracht werden wir in den wunderschönen
Räumen des Arkadenhofes und in den Räumen
des Museums der Kasbah.
Die
genaue Adresse
"Camping- Kasbah - Palmeraie"
bp : 23 Agdz
Tel. :00212/4/4843640
E-Mail: g-aitelcaid@menara.ma
http://www.casbah-caidali.net/paen.htm
Hausaufgaben
Wenn Ihr euch für dieses Projekt entscheidet,
ist es wichtig, dass ihr euch im Vorfeld mit
dieser Kultur und Architektur befasst. Durch
die Andersartigkeit werdet Ihr sonst überrascht
werden. Die labyrinthartigen Burgen und Städte
sind dermaßen verwirrend, dass man eine
ganze Zeit braucht, um sie zu verstehen. Genauso
ist es mit den Sitten und Gebräuchen. Darum
bitte ich euch im vornherein, macht euch kundig,
lest etwas über Land und Leute, so das
Ihr mit dem nötigen Verständnis in
dieses Land kommt. Dieses ist enorm wichtig
und nicht zu unterschätzen. Wir gehen in
eine uns fremde Kultur, und müssen dieser
mit Respekt und Aufmerksamkeit begegnen, sonst
überfordern und verwirren wir diese Menschen.
Dieses kann nicht das Ziel unseres Projektes
sein. Die Berber sind ein sehr feinfühliges
Volk, mit viel Stolz und Ehrgefühl, welches
wir nicht verletzen dürfen.
Literatur
Jürgen A. Adam, Wohn- und Siedlungsformen
im Süden Marokkos,
Texte zur Architektur,
Verlag Georg D. W. Callwey, München. Dieses
Buch wird nicht mehr gedruckt. Es kann als CD
bei mir bestellt werde, Preis: 5€.
Reiseführer sind sehr praktisch. Empfehlen
kann ich den von Lutz Redecker im Michael Müller
Verlag, Südmarokko. Dort ist ein Artikel
über den Lehmexpress.
Auch hat Erika Därr einen Reisführer
herausgebracht: Marokko - Reise Know How. Er
ist das Non plus Ultra, informativ und unglaublich
ausführlich.
Anmeldung
Nun ist das Wesentliche geschrieben, wenn Ihr
noch Fragen habt, mailt sie mir, oder ruft einfach
an.
Das Anmeldeformular findet ihr unter "Anmeldung".
Einsendeschluss: Termine werden noch bekannt
gegeben!
Teilnehmerzahl: max.12 Personen
Eine Auswahl erfolgt nach dem Datum des Poststempels.
Die Anmeldung wird mit dem Eingang des Projekthonorars
rechtskräftig.
Ansprechpartner
Manfred Fahnert
Hauptstraße 63
57644 Hattert
Tel/Fax. 02662-889220
Mobil 0160-5532901
E-Mail kontakt@lehmexpress.de
www.lehmexpress.de
www.rendezvous-de-la-musique.com
www.dindum.com
www.lehmkunst.de
www.erdenton.de
Ganz
wichtig für mich ist eine E-Mail Adresse.
Ohne sie geht alles viel schlechter und kostet
viel. Geld ist in diesem Projekt Mangelware.
Wenn Ihr keine habt, sucht euch Freunde, bei
der Arbeit oder Nachbarn.
Zum Schluss noch ein paar Dinge als Information:
Jeder Teilnehmer dieser Hilfsorganisation fährt
auf eigene Verantwortung. Im Schadensfall muss
er bei Verschuldung selbst haften. Es gibt keinen
der aus diesem Projekt wirtschaftlichen Nutzen
zieht, außer die Sippe des Caid, die durch
unsere Hilfe eine Werterhaltung der Gebäude
hat. Alle überschüssigen Gelder bleiben
auf dem Spendenkonto und sind endgültig
für den "Erhalt des Kulturdenkmals
Kasbah Asslim" bestimmt.
Manfred Fahnert
Vorsitzender des DINDUM Kulturkommunikation
e.V.
|