Projekt
Kasbah Asslim 2010
Und
wieder ist ein Jahr vergangen. Zwei
Gruppen, die erste mit 4 Studenten,
die zweite mit 14 Teilnehmern aus
Deutschland und Österreich. Erstmals
hatte ich im zweiten Durchgang eine
fünfköpfige Gruppe mit Schülern
aus Villach/ Österreich zwischen
18 und 23 Jahren. Auch ihr Lehrer
kam für eine Woche zum Projekt.
Gruppe
1
Mit
Olga, Danni, Thomas und Robin, 4
Studenten/innen aus Bonn und der
Bauhausuniversität- Weimar
begannen wir den Workshop mit einer
Wanderung in die Berge um Agdz.
Dann wurden Lehmziegel hergestellt,
Lehmanalysen zur Verbesserung der
Materialeigenschaften für die
zweilagigen Putze waren im Programm.
Wir schafften es auch die Unterputze
fertig zu stellen, sodas die zweite
Gruppe trockene Wände für
die Finisch- Putze vorfanden. Die
übliche Visite der marokkanischen
Lehmstädte rundete das Ganze
zu einer lehrreichen Zeit ab. Hiermit
einen herzlichen Dank an unsere
vier Studenten.
Gruppe
2
Die
zweite Gruppe war sehr gemischt.
Im Alter und auch von den Berufungen.
Selbstständige Lehmbaufachleute
trafen Buchautoren, Schüler
auf Rentner. Architekten auf Lehrer.
Dies erwieß sich als fruchtbar
für alle, beinhaltete es doch
auch eine gewisse Spannung zwischen
Profis und Laien. Ich kümmerte
mich in der ersten Woche um die
Schüler, machte eine Grundausbildung
und Andreas Gräf, der als mein
Mitarbeiter dabei war, wurde zum
Ansprechpartner an der Baustelle.
Ausgleichsputze wurde notwendig,
da der Unterputz nicht eben war.
Die Säulen mit ihren Zierbögen
wurden eine echte Herausforderung.
Der Raum wurde mit Tadelakt in einer
Höhe von 1,30m versehen. Dabei
stand uns ein marokkanischer Meister
zur Seite der alles gewissenhaft
begutachtete. So kam es auch zu
einem Austausch mit unseren Tadelaktspezies.
Als Krönung wurde ein Stampflehmblock
hergestellt und mit einer Jahreszahl
versehen.
Die
Ergebnisse sind ein im Innenbereich
verputzter Anbau, eine Treppe als
Zugang und die Fertigstellung der
Mauerkrone. Die Mauerabdeckung konnte
nicht beendet werden, da die dafür
benötigten Dachziegeln, Mönch
und Nonne, nicht lieferbar waren.
Tadelakt und Lasuren runden das
diesjährige Projekt ab.
Einige
Teilnehmer fuhren noch in die Wüste,
andere blieben zum Festival.
Als
es um die Kasbah ruhig wurde, versah
ich alle Wände des Arkadenraumes
mit einer Casein- Wandlasur zur
Stabilisierung der Oberfläche.
Die Wände im Zimmer bekamen
farbige Lasuren und einen weißen
Kalkfarbanstrich der Firma Kreidezeit.
Der Raum ist nun sehr licht und
hell geworden. Maalem M`Barek fertigte
noch einen speziellen Lehmestrich,
der mit Palmenblättern bewehrt
für größere Stabilität
sorgen soll.
Dann
kamen auch schon die Musiker und
es begann der kulturelle Höhepunkt
in Agdz.
Manfred
Fahnert
Zur Bildergalerie Lehmexpress
2010: 
Einen
Bericht
von Robin aus dem Jahr 2010
finden Sie unter den Link als PDF.
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